Silvesterangst bei Hund und Katze – so helfen Sie Ihrem Tier gut ins neue Jahr
Für viele Tierhalter ist es jedes Jahr das gleiche: Sobald rund um den Jahreswechsel die ersten Böller und Raketen gezündet werden, reagieren viele Hunde und auch manche Katzen mit Angst. Kein Wunder, denn unsere Haustiere haben ein deutlich feineres Gehör als wir und können die Situation nicht einordnen.
Während einige Tiere die Geräusche erstaunlich gelassen hinnehmen, geraten andere in große Unruhe oder sogar Panik. Angespannte Körperhaltung, aufgerissene Augen, Zittern, Hecheln, Verkriechen. Diese ausgeprägte Geräuschangst kann übrigens auch bei Gewittern oder anderen plötzlichen Lärmquellen auftreten.
Was Sie tun können
Es gibt einige einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen, mit denen Sie Ihrem Tier bei leichter Nervosität oder mäßiger Angst helfen können:
- Rückzugsort schaffen: Suchen Sie einen ruhigen Raum, schließen Sie Fenster und Türen und lassen Sie die Rollläden herunter. So werden Lärm und Lichtblitze abgeschirmt. Eine Kuschelhöhle, eine Box oder ein Körbchen in einer geschützten Ecke können zusätzlich Sicherheit geben. Viele Tiere suchen instinktiv solche Orte auf – unterstützen Sie dieses Verhalten aktiv.
- Ruhe bewahren: Ihre eigene Gelassenheit überträgt sich auf das Tier. Versuchen Sie, ruhig zu bleiben und nicht selbst nervös zu werden. Achtung: das bedeutet nicht, dass Sie Ihr Tier in seiner Angst ignorieren sollen! Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze in dieser Situation Zuwendung sucht, dürfen Sie diese Nähe selbstverständlich geben – die Angst wird dadurch nicht verstärkt oder „belohnt“.
- Ablenkung anbieten: Suchspiele, Kauartikel oder andere Beschäftigungen können helfen, die Aufmerksamkeit umzulenken.
- Hintergrundgeräusche nutzen: Beruhigende Musik oder ein laufender Fernseher können die Knallgeräusche etwas überdecken und für eine entspanntere Atmosphäre sorgen.
Wenn das nicht reicht
Bei Tieren mit starker Silvesterangst reichen diese Maßnahmen oft nicht aus. In solchen Fällen ist es wichtig, rechtzeitig gegenzusteuern. Wir sind als Halter in der Pflicht, unseren tierischen Begleitern diese Angst so gut wie möglich zu nehmen. Tun wir das nicht, kann sich außerdem ein Kreislauf entwickeln, bei dem die Angst jedes Jahr größer wird.
Wer die Möglichkeit hat, kann natürlich versuchen, die Situation komplett zu vermeiden und mit dem „Angstpatienten“ einen jährlichen (Kurz)Urlaub an einen möglichst verlassenen Ort planen – uns ist klar, dass das eher die Ausnahme und für viele Tierhalter nicht realistisch ist. 😉
Eine praktikablere Lösung ist der Einsatz von Medikamenten, um die Angst für diesen (auf wenige Tage im Jahr begrenzten) Zeitraum so gut wie möglich zu mindern.
Wir führen verschiedene angstlösende und beruhigende Medikamente, die individuell auf Ihr Tier abgestimmt werden können – in Form, Dosierung und Zeitraum der Anwendung.
Es ist wichtig zu wissen, dass rein sedierende Mittel, die das Tier nur ruhigstellen, ohne die Angst zu lindern, nicht geeignet sind. Das Tier erlebt die gleiche Panik wie zuvor, kann sie jedoch nicht mehr zeigen!
Warten Sie nicht zu lange
Bei manchen Medikamenten ist es wichtig, dass sie schon einige Tage im Vorhinein gestartet werden.
Sprechen Sie uns bitte rechtzeitig an. Wir beraten Sie gern persönlich und finden gemeinsam die beste Lösung für Ihr Tier, damit der Jahreswechsel für alle Beteiligten so entspannt wie möglich vorbeigeht! Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 😊


